/ Gender Health Gap

Gender Health Gap

Frauen werden in Forschung und Medizin oft übersehen, was zu falschen Diagnosen und riskanten Behandlungen führt.

Der Gender Health Gap beschreibt die Ungleichbehandlung von Frauen in der medizinischen Versorgung und in klinischen Studien. Seit Jahren testet die Gesundheitsforschung Medikamente und neuartige Behandlungsmethoden überwiegend an männlichen Probanden, in der Annahme die Erkenntnisse ließen sich ebenfalls auf Frauen übertragen. Diese Annahme führt dazu, dass viele Medikamente und Behandlungen nicht ausreichend auf den weiblichen Körper abgepasst sind.

Daraus ergeben sich schwerwiegende Folgen für Frauen. So erleben sie häufiger Nebenwirkungen, ihre Symptome werden in Studien und Diagnosen häufig unterschätzt oder komplett falsch interpretiert. Dadurch entstehen Lücken im medizinischen Wissen, welche zu Fehlentscheidungen in der Therapie und Forschung führen. Der Gender Health Gap demonstriert, wie wichtig evidenzbasierte Gesundheitsforschung ist.

Quellen: 

Galea, Liisa A. & Parekh, Rulan S.; Ending the neglect of women’s health in research; in: BMJ (2023); doi: 10.1136/bmj.p1303.

Sarto, Gloria E.; The gender gap: new challenges in women’s health; in: Fertility and Sterility 81:2 (2004); doi: 10.1016/S0015-0282(03)01141-5.

Regitz-Zagrosek, Vera & Seeland, Ute; Sex and Gender Differences in Clinical Medicine; in: Regitz-Zagrosek, Vera (ed.); Sex and Gender Differences in Pharmacology: Handbook of Experimental Pharmacology; vol. 214 (2013); doi: 10.1007/978-3-642-30726-3_1.

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