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Die vermeintliche Gefahr der Fette

Der Mythos „fettarm ist gesund“ hat unser Ernährungsverständnis verzerrt – entscheidend ist die Qualität, nicht die Menge der Fette.

Im Ernährungsbereich haben sich zahlreiche Factoids etabliert, die unser Gesundheitsverständnis prägen. Besonders die Behauptung, Fett grundsätzlich vermeiden zu müssen, hat zu verzerrten Ernährungsgewohnheiten geführt. Unter dem Motto „fettarm ist gesund“ wurden viele Produkte mit Zucker oder Zusatzstoffen angereichert, um Geschmack und Konsistenz zu erhalten – oft mit negativen Folgen für die Gesundheit.

Anstatt die Qualität der Fette zu berücksichtigen, wurde lange Zeit pauschal vor Fett gewarnt. Dadurch rückten gesunde Fette – wie jene aus Nüssen, Fisch oder Olivenöl – in den Hintergrund, während stark verarbeitete, zuckerreiche Lebensmittel gefördert wurden. Dies zeigt, wie Fehlinformationen langfristig das Verständnis von gesunder Ernährung und damit die öffentliche Gesundheit beeinträchtigen können.

Quellen:

Lawrence, Glen D.; Saturated Fats: Time to Assess Their Beneficial Role in a Healthful Diet; in: dietetics 3:4 (2024); doi: 10.3390/dietetics3040033.

Taylor, Zoe B. et al.; The impact of saturated fat, added sugar and their combination on human hippocampal integrity and function: A systematic review and meta-analysis; in: Neurosci Biobehav Rev 130 (2021); doi: 10.1016/j.neubiorev.2021.08.008.

Kämmerer, Ulrike; Schlatterer, Christina & Knoll, Gerd; Krebszellen lieben Zucker – Patienten brauche Fett: Gezielt essen für mehr Kraft und Lebensqualität bei Krebserkrankungen; Riva Verlag (2020); ISBN: 978-3-95814-307-4.

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